FORSCHUNGSBEREICH HYDRO

Wasser ist Lebensquell – ihn wollen wir besser verstehen und schützen. Gebirge, die Wasserschlösser der Erde, versorgen weltweit jeden zweiten Menschen mit Süßwasser. Zugleich steigen Nutzung und Verbrauch von Wasser; damit verbunden wächst die Bedeutung der Gebirge als Trinkwasserressource weiter – dennoch sind viele, vor allem hydrogeologische, Fragestellungen unbeantwortet. Dabei profitieren sowohl Trinkwasserwirtschaft, Bauvorhaben im urbanen Hoch- und Tiefbau sowie Wärme- und Wasserwirtschaft – und so letztlich wir alle – von einem besseren Verständnis der Herkunft und Neubildung von lokalem Grundwasser. Genau hier setzen wir an: Die Schwerpunkte des Forschungsbereichs HYDRO liegen in der alpinen Hydrogeologie, der Karsthydrogeologie und der Geothermie.

PROJEKT KaWaMon

Die hydrogeologischen Eigenschaften von verkarstetem Gebirge haben Auswirkungen auf die Wasserversorgung von Siedlungsräumen und können auch als Indikatoren für Hochwasservorhersagen bzw. Trockenperioden verwendet werden. Das Langzeit-Monitoring Projekt KaWaMon (Karstwasser-Monitoring) umfasst die kontinuierliche Überwachung von Karstwasservorkommen im Bereich der Nördlichen Kalkalpen (u.a. Untersberg, Hagengebirge, Tennengebirge, Leoganger Steinberge) und Hohen Tauern (Kitzsteinhorn). Mit Hilfe der erhobenen Daten können unter anderem das Abflussverhalten untersucht und Informationen zur Speicherfähigkeit des Gebirges gewonnen werden.

PROJEKT HydroFault

Wechselwirkungen zwischen hydrogeologischen, strukturgeologischen und geomorphologischen Prozessen in Störungszonen sind von Bedeutungen für ingenieurgeologische und wasserwirtschaftliche Fragestellungen. Das Projekt HydroFault hat zum Hauptziel auf Basis eines interdisziplinären, gesamtheitlichen Ansatzes die Hydrogeologie und deren Wechselwirkungen mit strukturgeologischen und geomorphologischen Prozessen am Beispiel der Torrener-Joch-Störungszone (Bundesland Salzburg, Bayern) zu erfassen und zu quantifizieren.